Tod in Isfahan

Mein Buch „Tod in Isfahan“ ist im novum Verlag erschienen.

Das Buch

Tod in Isfahan

Vom Helden zum Opfer der islamischen Revolution

„Die moderne Geschichte Irans ist eine Abfolge von Aufständen und Revolutionen. Die Islamische Revolution von 1979 wird nicht die letzte sein. Schah Mohammad-Reza Pahlavi hatte als Teil der permanenten Revolution eine rasche folgenschwere Modernisierung eingeleitet. 1972 kündigt er an, bis Ende des Jahrhunderts die Vier-Tage-Woche einzuführen. Er plant Konzertsäle und Opernhäuser, um seinen Untertanen Freizeit nach seinem Geschmack zu ermöglichen. Was er für eine Vision hält, ist für die verarmte Landbevölkerung und für die Mittelschicht aber Halluzinationen eines Alleinherrschers. Omid, der Held dieses Romans schließt  sich den Aufständischen an, die 1979 den Schah stürzen und die Macht an sich reißen. Mit großem Eifer verwirklichen sie ihre Vision einer Heilsgemeinschaft: einen Gottesstaat. Omid erkennt aber rasch, dass die neuen Machthaber nicht davor zurückschrecken, die gleichen Methoden anzuwenden, die sie dem Schah zur Last gelegt haben: Intellektuelle werden zum Schweigen gebracht, und Widerstand gegen das neue Regime wird mit Gewalt niedergeschlagen. Omid durchläuft einen Prozess des Zweifels und der Läuterung. Für die Haltung der Dissidenten, die er eigentlich im Verhör dazu bringen soll, Straftaten zuzugeben, entwickelt er Verständnis. Damit gerät er ins Visier der neuen Machthaber und schnell in Lebensgefahr. Die fiktive Handlung um Omid gibt tiefe Einblicke in Leben und Kultur des iranischen Volkes und ist durch die persönliche Lebensgeschichte des Autors sehr authentisch. Ein Buch, das zum Nachdenken anregt und das die Geburtenwehen eines modernen Irans in eindrücklichen Worten schildert.

Buch Vorschau

Faramarz Ghazi

Faramarz Ghazi wurde 1950 geboren und wuchs in einer Kleinstadt am Kaspischen Meer auf. Später zog seine Familie nach Teheran, wo er das Gymnasium besuchte. Er war mittendrin, als sich eine Gruppe aufbegehrender Jugendlicher bildete, die sich durch die Polizei zunehmend eingeschränkt und bedrängt fühlte. Er studierte in Deutschland, gleichzeitig wuchs seine Ablehnung gegen das totalitäre Regime des Schahs. Die Liste seiner Fragen zum Zustand der iranischen Gesellschaft wurde immer länger. Drei Wochen nach dem Sturz des Schahs packte er seine Sachen und kehrte auf der Suche nach Antworten auf seine Fragen nach Iran zurück. Vier Jahrzehnte arbeitete er dort als Journalist. Mehrfach erhielt er Arbeitsverbot, die Arbeit war immer mühsam. Schließlich erreichte er einen Punkt, an dem er dachte, auf fast jede wichtige Frage eine Antwort zu haben. Antworten, die in den Roman „Tod in Isfahan“ eingeflossen sind.